Devise: Optimale Ausrichtung

Die Ausrichtung großflächiger Fenster spielt eine wichtige Rolle für die Energieeffizienz  der eigenen vier Wände. Wegen der intensiveren und längeren Sonneneinstrahlung sind deutschlandweit die meisten Gärten und damit auch die großen Fensterfronten (Terrassentüren und Wintergärten) nach Süden und Süd-Westen ausgerichtet. Ulrich Tschorn vom Verband Fenster und Fassade argumentiert: „Verglasungen verlieren ja nicht nur Energie, sondern sie bringen auch Wärme und Licht ins Haus!“ Räume, in denen man viel Zeit verbringt, wie zum Beispiel das Wohnzimmer, eignen sich für große Fensterfronten daher ideal. Im Winter sorgen solche Fensterflächen außerdem dafür, dass mehr Energie hineinkommt, als verlorengeht. Allerdings sollte man im Sommer darauf achten, dass die Sonneneinstrahlung nicht zu hoch ist und im Vorhinein zum Beispiel Schutzvorrichtungen wie Markisen oder solargesteuerte Rollläden anbringen.  

Ost- und Westfenster

Die Energiebilanz von Ost- und Westfenstern ist ebenfalls meist positiv. Auch hier ist man mit bodentiefen Fenstern gut beraten. Mit ebenfalls viel Sonnen- und damit im Winter hoher Wärmeeinstrahlung eignet sich die Westseite vor allem für Kinderzimmer. Wer gerne kühl schläft und sich morgens bevorzugt von der Sonne wecken lässt, sollte sein Schlafzimmer gen Osten einrichten.  

Die Nordseite

An der Nordseite des Hauses können die Fenster etwas kleiner ausfallen, denn hier kann nicht so viel Wärmeenergie über die Scheiben ins Haus gelangen. Zur nördlichen Ausrichtung eigenen sich Räume, welche primär als Funktionsräume und damit nicht tagesfüllend genutzt werden. Darunter fallen Eingangsbereiche, Treppenhäuser, Küchen und Sanitär- oder Abstellräume.  

Qualität zahlt sich aus

Selbstverständlich lassen sich nicht alle Häuser optimal nach den aufgeführten, energieeffizientesten Regeln erbauen. Umso wichtiger ist die Qualität der verwendeten Produkte. „Gute Fenster haben kaum Wärmeverluste und sind unter Berücksichtigung der solaren Zugänge teils wärmer als eine Wand“, erläutert Tschorn.